Bewerbungstraining für 7. Klassen der Olzeborchschule
Henstedt-Ulzburg, Olzeborchschule
05. Juli
Wer heute eine Bewerbung schreibt oder zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird, findet z. T. gänzlich veränderte Anforderungen als noch vor zehn Jahren vor. Das Anschreiben kann heute oft formlos als Mail formuliert und die Unterlagen als Scan einfach im Anhang mitgesendet werden. Auch das erste Vorstellungsgespräch findet immer öfter als „Videocall“ statt – was Zeit und auch Geld für das ideale „Bewerbungsoutfit“ spart. Aber ist dadurch wirklich alles einfacher und leichter geworden? Worauf wird heute seitens der Betriebe bei Bewerbungen geachtet? Und welche Fehler gilt es zu vermeiden? Diese Fragen wurden kürzlich in jeweils zweitägigen Workshops für die drei 7. Klassen der Olzeborchschule behandelt. Ein Schwerpunkt lag bei diesem Kooperationsprojekt von Schule und VHS zunächst auf der Erstellung aussagefähiger und modern gestalteter Unterlagen am PC. „Inhalt und Form von Anschreiben und Lebenslauf spielen immer noch eine wichtige Rolle“, erklärt Dozentin Michaela Wolf, die die Seminare bereits im dritten Jahr im Auftrag der Volkshochschule Henstedt-Ulzburg durchgeführt hat. „Es gibt zwar reichlich Vorlagen dafür im Internet, gleichzeitig ist dadurch aber die Erwartung der potenziellen Arbeitgeber:innen an eine sehr gute Form deutlich gestiegen.“ Ziel war es daher, dass alle Schüler:innen das Training mit ihren ganz individuell gestalteten Unterlagen auf einem Datenstick verlassen. Der besondere Clou dabei: Ein professioneller Fotograf vom Fotostudio „Lichtraum“ nahm von allen Schüler:innen ein Bewerbungsfoto auf, das gleich für eine perfekte Bewerbung genutzt werden konnte.
Die Kosten für das Bewerbungstraing in Höhe von gut 3.000,- € übernahm in diesem Jahr vollständig der Rotary Club Henstedt-Ulzburg. Dessen gerade neu amtierender Präsident, Stephan Eisele, besuchte gemeinsam mit VHS-Leiter Dr. Jochen Brems und Schulleiter Christian Möller die Klasse 7c, um sich ein eigenes Bild vom Unterricht zu machen. Dabei gab es seitens der Schüler:innen ausnahmslos positives Feedback. „Wir lernen hier viel Neues und können es auch gleich ausprobieren“, hieß es u. a. einmütig. Viel Spaß miteinander gab es vor allem dann, wenn kleine Übungen für das persönliche Bewerbungsgespräch auf dem Programm standen. Eisele ermutigte die anwesenden Schüler:innen, sich gut auf den Einstieg ins Berufsleben vorzubereiten und später mit ihrem beruflichen Tun zum Wohl unserer Gesellschaft beizutragen.
Lobende Wort fanden auch Christian Möller und Dr. Jochen Brems nicht nur für das tolle Engagement des Rotary Clubs, sondern auch für die seit Jahren gut funktionierende Zusammenarbeit von Schule und VHS: „Es freut mich sehr, dass wir gemeinsam mit allen Beteiligten diesen wichtigen ergänzenden Baustein für die Berufsvorbereitung der Schülerinnen und Schüler anbieten können,“ sagte Möller am Ende des Besuches.

